Schild - Europas größte Bauhofzeitung
August 2026 / Ausgabe 7
Sicherheit kennt keine Ferien.
So schützen Verkehrszeichen unsere Kinder auf dem Schulweg.
Jeden Morgen schultern Millionen Kinder ihre Ranzen und machen sich auf den Weg.
Zu Fuß, mit dem Rad, allein oder mit Freunden – und oft mitten durch Verkehr, der keine Rücksicht auf kleine Schritte nimmt. Alle 6 Minuten verunglückt in Deutschland ein junger Mensch auf dem Weg zur Schule. Über 27.000 waren es allein 2023. Zahlen, die wachrütteln sollten. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hat genau hingeschaut: Was wollen Eltern? Was brauchen Kinder?
Das Ergebnis ist eindeutig: 88 % der befragten Eltern fordern besser sichtbare Querungsstellen und 85 % Tempo 30 rund um Schulen. Die Botschaft dahinter ist klar: Appelle an Kinder allein reichen nicht aus. Die Straße selbst muss sicherer werden. Gut sichtbare Zeichen, klare Markierungen und eine durchdachte Infrastruktur sind keine Selbstverständlichkeiten. Es sind Entscheidungen. Und sie können Leben retten. Ein Blick ins Ausland zeigt, wie weit man dabei gehen kann. Fluoreszierende Warnschilder im Schulumfeld sorgen dort längst für maximale Sichtbarkeit.
Doch auch hierzulande scheint sich etwas zu tun: Das Bundesverkehrsministerium und die Bundesanstalt für Straßenwesen haben gemeinsam mit der RWTH Aachen eine Studie zum Gewöhnungseffekt beim Einsatz fluoreszierender Folien gestartet – und die mehrjährige Untersuchung steht nun vor dem Abschluss. Man darf also gespannt sein, wie lange es noch dauert, bis die Voraussetzungen für den Praxiseinsatz geschaffen sind. Wir denken positiv, denn schließlich verfolgen wir alle das gleiche Ziel: Vision Zero. Jeder Weg endet sicher – für alle. Was es dafür braucht und welche Rolle gut aufgestellte Schilder dabei spielen, lest ihr auf den nächsten Seiten.













